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Oh weh! Was tun bei einem Blutohr?


Gegen fiese Schwellungen mit der Kraft der Natur


Ringt deine Pfote mit einer Schwellung am Ohr, die da nicht hingehört? Kratzt sie sich vermehrt am Ohr und schüttelt des Öfteren ihren Kopf? Das sogenannte Blutohr rückt unseren Fellnasen immer mal wieder zu Leibe. Wie das Blutohr entsteht, was mit der Kraft der Natur dagegen unternommen werden kann und wie ihr der fiesen Schwellung vorbeugen könnt, das erzählen wir euch gleich hier!


Foto: Pixabay
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Was ist ein Blutohr?

Erstmal klingt der Begriff 'Blutohr' wie etwas aus einem schaurigen Horrorfilm. Bei der Delle am Ohr handelt es sich aber nicht etwa um eine schaurige Film-Attrappe, sondern um einen Bluterguss, der das Hundeohr anschwellen lässt und Juckreiz verursacht. Wird die Delle nicht behandelt, kann sie unter Umständen zu Verformungen von Ohren oder sogar zu Verengungen des Gehörgangs führen.

 

Die Schwellungen am Ohr entstehen meist durch Infektionen, und machen sich beim Vierbeiner vor allem durch Juckreiz bemerkbar. So kratzt sich dein Vierbeiner öfters am Kopf oder schüttelt ihn vermehrt. Letzteres ebnet den Weg für das Platzen von Blutgefässen, die dann wiederum zu Verletzungen im Innenohr der Pfote führen können. Klingt ganz schön fies, was?

 

Sind die Verletzungen im Ohr erstmal entstanden, sammelt sich das Blut im Ohr und lässt es, wie oftmals auch in unserem Körper, anschwellen. Nicht nur Infektionen beschwören die Beule am Ohr herauf, auch durch das Anstoßen an einem Möbel oder Gegenstand, unsauber Ohrreinigung oder aber der Biss eines anderen Hundes, können zu den Verletzungen führen, die ein Blutohr hervorrufen.

 

Besonders anfällig für die gemeinen Schwellungen sind Hunde mit Hängeohren, denn dort kommt es schneller mal zu Infektionen durch Bakterien, die übersehen und nicht entfernt werden.


Foto: Pixabay
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Mögliche Symptome auf einen blick

  • Vermehrtes Kratzen am Ohr
  • Schütteln des Kopfes
  • Heisse Schwellung am Ohr
  • Rote Verfärbung an der betroffenen Stelle (oft nur sichtbar bei hellem Fell)
  • Verformungen am Ohr
  • Unruhe

Wie behandELT man ein Blutohr?


Kratzt sich deine Pfote vermehrt am Kopf, schüttelt ihn oft oder weist das Ohr bereits eine Beule auf? Vermutlich habt ihr es mit einem Blutohr zu tun.

 

Zunächst sollte das Blutohr von einem Experten, wie dem Tierarzt, untersucht werden.

 

Beim Tierarzt wird das Blutohr meist durch Absaugung durch eine Spritze behoben. Dies muss dann mehrere Male wiederholt werden, zumal sich die Delle schnell wieder mit frischem Blut füllt. Genau darum verabreicht der behandelnde Arzt in diesen Fällen auch mal Kortison, um den Blutzufluss in das Hämatom einzudämmen und eine Heilung zu ermöglichen.

 

Erst dann kann eruiert werden, was die grundlegende Ursache für die Schwellung war, um diese dann zu beheben und sie in Zukunft zu verhindern.


Gegen das Leid mit der saugstarken Kraft der Natur!


Wer nicht zu Spritzen und Kortison greifen möchte, um das Blutohr zu behandeln, für den hat die Natur eine hervorragende Lösung parat. Und das in Form eines schwarzen oder braunen, ungefähr zehn Zentimeter langen Heilmittels: dem Blutegel.

 

Blutegel fungieren als wahre Wunder der Natur und können äusserst vielseitig eingesetzt werden. Denn der Speichel von Blutegeln ist vollgepackt mit Stoffen, die eine entzündungshemmende und blutgerinnende Wirkung haben. Damit kurbeln die Tierchen die Durchblutung an und halten die Wunde offen, was besonders bei einer Blutansammlung im Ohr oder anderen Körperteilen der Pfote Erleichterung verschafft. Es kommt zu einer Art Aderlass, sodass die geronnene Flüssigkeit abziehen und die Schwellung abnehmen kann.

 

Aufgrund der natürlichen Wirkung ihres Speichels, werden Blutegel gerne bei einer Vielzahl von inneren und äusseren Leiden eingesetzt – so zum Beispiel bei Abszessen, Arthrose, Sehnen- oder Muskelentzündungen und Rissen, aber natürlich auch beim fiesen Blutohr. Wie so eine Behandlung vonstattengeht, das durften wir bei unserer Hundephysiotherapie des Vertrauens, Dog Feelgood, erfahren.



Die Blutegeltherapie in 5 schritten

Bei unserer Hundephysiotherapie des Vertrauens, Dog Feelgood, dürfen wir einen Blick darauf erhaschen, was bei einer Blutegeltherapie passiert, wie die kleinen Tierchen wirken und was man als Hundehalter beachten sollte.


1. Vorabklärung durch geschultes Personal

Selbst bei natürlichen Behandlungsmethoden gilt: Immer zuerst einen Experte zu Rate ziehen. Denn auch natürliche Behandlungsmethoden sind nicht immer für alle Vierbeiner geeignet. So ist eine Blutegeltherapie bei Hunden mit Diabetes, Blutarmut o.ä. unter Umständen nicht das Richtige.

 

Die Hundephysiotherapeutin kann mittels weniger Handgriffe und einem Gespräch ermitteln, ob die Blutegel an deine Pfote ran dürfen. Im Gespräch werden auch Allergien und allfällige Schmerzmittel, die deine Pfote einnimmt, besprochen.


2. Chemische duftstoffe vermeiden

Bevor dein Vierbeiner seine Blutegeltherapie antritt, sollte er nicht mit stark riechendem Shampoo oder Chemikalien gegen Parasiten gewaschen bzw. eingerieben werden - denn die Blutegel haben einen tierisch guten Riecher und beissen nicht, was unnatürlich riecht.


3. Ruheort finden

In einem halbdunklen, ruhigen Raum dürfen Blutegel und Hund sich anschliessend erstmal entspannen, damit die Erfahrung für beide Tiere angenehm und ohne Trauma verläuft.


4. Blutegel ansetzen

Sind die Pfote und die Blutegel erst einmal tiefenentspannt, kann es mit der eigentlichen Therapie losgehen. Je nach Grösse und Schwere des Ödems werden ein oder mehrere Blutegel an die gereinigte Hautstelle angesetzt.


Von hieran übernimmt Mutter Natur. Die Egel spüren die Hitze des geschwollenen Körperteils und beissen dort besonders gut zu. Dabei musst du dir aber keine Sorgen um deinen Vierbeiner machen: Die meisten Hunde reagieren kaum auf den Biss.

 

Die Tierchen beginnen sodann ihre Mahlzeit, saugen einige Milliliter Blut, und lassen sich fallen, wenn sie zu Ende gespiesen haben. Dies kann bis zu 30 Minuten dauern - und man sollte die Egel nicht unterbrechen.

 

Haben die Naturwunder ihre Arbeit getan, blutet die Wunde etwas weiter. Dies ist kein Grund zur Sorge, sondern Teil der Therapie - denn es soll ja zur Gerinnung der Schwellung kommen.


5. Pflege nach der Therapie


Foto: Pixabay
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Ist deine Pfote erstmal vom Blutohr befreit, sollte der Wunde genügend Zeit zum Heilen eingeräumt werden. Dein Vierbeiner sollte sich möglichst nicht kratzen oder an der Bissstelle lecken, Krusten sollten unbedingt drangelassen und nicht abgekratzt werden, damit die kleine Wunde gut verheilen kann.

 

Auch von anspruchsvollem Hundesport muss während des Heilungsprozesses erst einmal abgesehen werden. Kleine und ruhige Bewegungen kann und darf deine Pfote jedoch machen.



Wie beuge ich einem Blutohr vor?


Damit es gar nicht erst zur Schwellung am Öhrchen deiner Pfote kommt, gibt es ein paar einfache Vorbeugungsmassnahmen, die man selbst im hektischen Alltag schnell durchgehen kann:

  • Regelmässige Kontrolle des Ohrs: Rötungen oder Ausschläge abklären lassen
  • Regelmässige Reinigung des Hundesohrs
  • Produkte von LILA LOVES IT: Der natürliche Ohrreiniger sowie der Ohr-Engel von LILA LOVES IT helfen dem Hundeohr, gesund zu bleiben und Schmutz fernzuhalten.

Hat eure Pfote schon mal mit einem Blutohr oder Ansammlungen in anderen Körperteilen zu kämpfen gehabt? Wie seid ihr vorgegangen? Habt ihr vielleicht auch schon zu alternativen Heilungsmethoden gegriffen?


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