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Villa Inside Out: Rudelzusammenführungen

Erstes Beschnuppern in der Villa: alles über Rudelzusammenführungen


Wenn zwei Fellnasen sich zum ersten Mal begegnen, wird erst mal am jeweils anderen geschnuppert. Neue Fellnasen dürfen darum zuerst einmal zu einer Rudelzusammenführung in die Villa kommen. Aber warum ist es eigentlich wichtig, dass bei der Villa Bunterhund Rudelzusammenführungen stattfinden? Und warum reagieren einzelne Hunde nicht gut auf andere Artgenossen? Wir erzählen dir alles über Rudelzusammenführungen in der Villa und worauf wir dabei achten.


was beim beschnuppern passiert


Wann immer wir uns mit jemandem treffen, geben wir einander die Hand und fragen den anderen nach seinem Befinden. Wenn man aber keine Hände hat, die man schütteln kann, muss man eben erfinderisch werden. Und so entschied sich die Natur, Vierbeinern einen scharfen Geruchssinn zu schenken und einander am Popo schnüffeln zu lassen.

 

Dies dient nicht nur als Akt der Begrüssung, sondern auch dem Erfragen des Zustandes. Denn der Po sagt viel mehr, als die Schnauze eines Vierbeiners. Vor allem über die Analdrüsen am Hinterteil können Artgenossen anhand der ausgeschütteten Pheromone erkennen, wie es dem Kameraden geht.

 

Nicht nur die Nase ist dann im Einsatz, sondern auch ein weiteres, sehr gewieftes Organ: Das Jacobson-Organ (oder auch das vomeronasale Organ) ist Experte darin, Duftstoffe wahrzunehmen. So können Fellnasen weitaus mehr Informationen aus dem Schnüffeln gewinnen, als wir Menschen manchmal im Gespräch.

 

Nicht nur das Geschlecht kann erschnüffelt werden, sondern auch Paarungsbereitschaft, Gesundheit und Ernährung des anderen. Eines der wichtigsten Indizien, die das Po-Schnüffeln liefert, ist jedoch der Gemütszustand des Gegenübers. Anhand der Duftstoffe, die ein Vierbeiner nämlich ausstösst, kann ein Artgenosse bestimmen, wie es um die Laune seines Gegenübers bestellt. ist. Will die andere Pfote spielen? Ist sie nicht so gut auf mich zu sprechen? Braucht mein Artgenosse Zeit allein? Und was hält er überhaupt von mir?

 

Das Beschnüffeln ist also ein wichtiger Vorgang, wenn zwei Fellnasen sich begegnen. Die Villa Bunterhund zeichnet sich genau durch solche ersten Zusammentreffen im offenen Rudel aus. Bei uns lernen sich bestehende und neue Gäste stets vor einer allfälligen Betreuung kennen und auch du kannst so herausfinden, ob wir das richtige Betreuungsteam für deinen Vierbeiner sind. 


das erste beschnuppern mit Vivi


Viele Hunde bedeuten viele Gerüche, Stimmungen und Zustände. Bei freien Gruppenhaltungen wie unserer, ist es extrem wichtig, dass die Fellnasen sich in einem neutralen, ruhigen Umfeld beschnüffeln können, damit die Harmonie des Rudels allzeit gewährleistet ist. Zudem macht es ja auch viel mehr Spass, wenn man weiss, mit wem man den Tag verbringt!

 

Deshalb organisieren wir vor einer allfälligen Betreuung stets einen - im wahrsten Sinne des Wortes - Schnuppertermin. Hier darf eine neue Pfote die anderen Fellnasen des Rudels beschnüffeln und beschnüffelt werden, Freunde schliessen und Rangordnungen definieren. Aber auch für uns Menschen ist die Rudelzusammenführung wichtig: Denn du kennst deine Pfote am besten und weisst, wann sie sich wohlfühlt oder nicht. Der Schnuppertermin soll dir und uns also auch zeigen, ob deine Pfote sich im Rudel wohlfühlt und den Tag in der Villa mit vielen positiven Erinnerungen, Spiel und Spass verbinden kann. 

 

Heute dürfen wir bei einer Rudelzusammenführung dabei sein und dir alles darüber erzählen, was dabei so abläuft. Das Villa-Rudel trifft am heutigen Tag auf Terry. Wir dürfen uns Vivi an die Fersen heften und die rund einstündige Action live mitverfolgen.


1. Schritt: administratives

Bevor es für die Fellnasen losgeht, gibt es erst einmal ein paar wichtige Details unter uns Menschen zu klären. Das geht bei uns ganz einfach: Indem du unser Anmeldeformular ausfüllst und mitbringst, ist das Meiste schon getan. Wir erfassen deine Fellnase dann in unserem System, lesen den Chip ein und kontrollieren die Impfungen, damit wir ihr zukünftig Plätzchen buchen und dir Bestätigungen darüber zusenden können.

 

An dieser Stelle bringt Vivi auch alles Wichtige, über das wir Bescheid wissen müssen, in Erfahrung. Hier interessieren uns vor allem die Besonderheiten, Auffälligkeiten, wie auch die Geschichte einer Fellnase, damit Vivi besser einschätzen kann, welcher Hundegast deinen Liebling zuerst kennenlernt. Die einzelnen Persönlichkeiten unserer Gäste sind uns sehr wichtig. 



2. Schritt: Villa-Gäste vorbereiten

Wenn alles Administrative geklärt ist, geht's ans Praktische. Hierzu stellt Vivi eine Gruppe der felligen Gäste zusammen, die sie als passende Erstbegegnungen für deine Fellnase empfindet. Hierbei achtet sie darauf, dass sie erfahrene Hunde, die mehrere Tage pro Woche in der Villa Bunterhund verweilen, den Anfang machen. Auch ist es wichtig, verschiedene Charaktere, Rassen, Grössen und Alter bunt zu mischen, damit deine Fellnase mit allerhand Pfoten vertraut wird.

 

3. schritt: Snow macht den anfang

Damit nicht gleich alle Hunde auf den Neuling zustürzen und schnüffeln, spielen und begrüssen wollen, bauen wir das erste Zusammentreffen langsam auf.

 

Den Anfang macht Snow. Er tritt hinaus auf die Wiese und nähert sich Terry. Dann darf zuerst einmal geschnüffelt und sich kennengelernt werden. Gibt Snow grünes Licht, schliesst sich der nächste Gast an und darf den neuen Spielkumpanen begrüssen. Das Schritt-für-Schritt-Schema soll den Fellnasen dabei helfen, Eindrücke verarbeiten zu können und sich nicht gestresst zu fühlen. 


4. Schritt: Schnüffeln, was das zeug hält

Jetzt wird erstmal ringsherum geschnüffelt, evaluiert, kennengelernt, begrüsst und hie und da sogar schon ein Spiel begonnen.



5. schritt: beobachtungsphase

Natürlich befinden sich die Fellnasen immer unter steter Beobachtung. An Rudelzusammenführungen konzentrieren sich die Mitarbeiter der Villa jedoch noch mehr auf das Zusammenspiel der Hunde. Dabei stellen sie sich die Frage, wie Terry auf die neuen Hunde reagiert, wie er angenommen wird und ob ein harmonisches Beisammensein besteht.


6. schritt: abschlussgespräch

Währenddessen kommen auch wir Menschen noch zu Wort. Die Tierpflegerinnen vor Ort geben dir ein kurzes Feedback über die Rudelzusammenführung und ihre Empfehlungen. 

 

Wenn alles rund läuft, organisieren wir dann einen ersten, ganztägigen Schnuppertag.

 

Unser heutiger Gast konnte sich sehr gut in die Gruppe eingeben und auch sein Herrchen hat hier den richtigen Betreuungsplatz für Terry gefunden. 



warum mögen manche hunde andere hunde nicht?


Manchmal kann es vorkommen, dass ein Vierbeiner sich alles andere als hingezogen zu anderen Hunden fühlt. Wenn eine Pfote die andere "nicht riechen" kann, kann dies mehrere Gründe haben. Zur Behebung dieser kann der Besuch einer Hundeschule von grossem Nutzen sein. Es kann an verschiedenen Enden hapern und genaue Diagnosen sollten nur von einem Experten gestellt werden. 


Sozialkompetenzen bestehen nicht

Ganz so wie bei Menschen, können Hunde, die keinerlei soziale Kompetenzen erlernt haben, kaum mit anderen ihresgleichen umgehen. Normalerweise geschehen erste soziale Interaktionen im Wurfumfeld. Später darf die Pfote dann im menschlichen Umfeld und in Welpenspielgruppen Erfahrungen sammeln.

 

Wem diese Erfahrungen jedoch verwehrt bleiben, kann keine natürlichen Sozialkompetenzen entwickeln, weshalb es dann später dazu kommen kann, dass der Hund nicht weiss, wie er sich verhalten soll. 

 

Es ist aber auch zu beachten, dass gewisse Pfoten andere einfach ohne tieferen Grund nicht mögen. 


Herrchen und Hund verstehen sich nicht

Das Band zwischen Mensch und Hund ist aus vielen Gründen unabdinglich. Einer dieser Gründe ist, dass eine fehlende Bindung zum Herrchen dazu führen kann, dass der Vierbeiner denkt, er müsse sich durch aggressives Verhalten selbst vor anderen verteidigen. Weil er sein Herrchen nicht nachvollziehen kann, versteht er dann auch Zurufe des Herrchen oft als Zuspruch.

verhaltensstörungen

Eine Fellnase, die in der Vergangenheit durch andere Artgenossen traumatisiert worden ist, kann präventiv Aggressionen gegenüber anderen Hunden entwickeln, um sich selbst zu schützen. Indem er nähere Begegnungen gar nicht zulässt, muss er auch nicht befürchten, dass sich die traumatisierende Situation wiederholt.


Bitte mehr  (oder weniger) Beschäftigung!

Gerade aktive und energiegeladene Hunde sollten unbedingt ausgelastet werden. Andernfalls kann es nämlich dazu kommen, dass sie ihre Energiereserven darauf konzentrieren, in aggressives Verhalten umzuschlagen.

 

Dabei ist wichig zu wissen, dass die Fellnase nicht nur körperlich, sondern auch geistig beschäftigt werden will. Einige Pfoten brauchen zudem mehr Auslastung als andere. Ein paar Ideen, wie du deine Fellnase optimal beschäftigen kannst, findest du übrigens hier.

 

Dem gegenüber steht ein weiterer Grund, weshalb eine Pfote nicht gut auf andere Fellnasen reagieren könnte. Nämlich jener, dass dein Vierbeiner zu viel Programm, zu viele Pflichten hat, was dann in Aggressionen umschlagen kann. 

 

Dem kann entgegengewirkt werden, indem du deine Pfote und ihre Bedürfnisse zu lesen und verstehen beginnst. Jeder Hund ist einzigartig und hat individuelle Bedürfnisse



An dieser Stelle muss gesagt werden, dass es nicht nur Störungen oder mangelnde Erfahrungen sind, die unsere Pfote dazu animieren, andere Hunde in gewissen Situationen nicht zu mögen. Das Kennenlernen von anderen Artgenossen muss nicht immer friedlich ablaufen. Kurze Aggressionen dienen nämlich zur Definition von Rangordnungen bei Hunden. Wichtig ist, dass diese jedoch nicht für lange Zeit anhalten, sodass keine Gefahr für die betroffenen Fellnasen besteht.



Letzlich gilt: Wer übt, der lernt kennen. So können Spieltermine mit anderen Hunden für deine Pfote schon im Welpenalter eine tolle Variante sein, Sozialkompetenzen aufzubauen und in Kontakt mit Artgenossen zu kommen. So werden Spaziergänge und das Aufeinandertreffen von acht Pfoten vergnüglich und Besuche in der Villa Bunterhund voller Freude, Spiel und Spass.


5 fragen über rudelzusammenführungen

Jetzt weisst du, was anlässlich Rudelzusammenführungen geschieht und warum wir diese abhalten. Vielleicht hast du aber doch noch die ein oder andere Frage? Wir beantworten 5 häufig gestellte Fragen, damit du vollumfänglich informiert bist!


1. Betreut ihr auch unkastrierte Hunde?

 

Vivi: Grundsätzlich betreuen wir keine unkastrierten Rüden. Ausnahmfälle können Welpen sein, die ihre Geschlechtsreife noch nicht erreicht haben. Dies kann von Hund zu Hund zu einem anderen Zeitpunkt, spätestens aber nach einem Jahr der Fall sein. Ist deine Fellnase noch ein Welpe und nicht geschlechtsreif, organisieren wir gerne einen Schnuppertermin, um zu sehen, wie es im Rudel klappt.

 

Wenn du deine Fellnase nicht kastrieren, aber trotzdem von uns betreuen lassen möchtest, kannst du eine chemische Kastration durch deinen Tierarzt vornehmen lassen. Diese ist nicht endgültig und muss nach einer gewissen Dauer erneuert werden. Mit der chemischen Kastration darf deine Fellnase aber zum Tollen ins Rudel. 

 

2. Wann weiss ich, dass mein Hund sich in die Gruppe einfügen kann?

 

Vivi: Du kennst deinen Hund natürlich am besten. Fühlt deine Fellnase sich wohl? Spielt sie mit den anderen und tollt herum? Ist deine Pfote neugierig darauf, die anderen Hunde kennen zu lernen? Es gibt ganz viele Anzeichen, die darauf hindeuten, dass dein felliger Freund sich bei uns und im Rudel wohlfühlt. Unser Team achtet bei Schnupperbegegnungen vor allem darauf, dass die Harmonie des offenen Rudels gewährleistet ist. 

 

3. Kann ich auch Welpen an eine Rudelzusammenführung bringen?

 

Vivi: Wir betreuen grundsätzlich auch Welpen, mit dem Vorbehalt, dass sie alt genug sind, um sich in die Gruppe einfügen zu können. Denn als kleine Fellnase ist die Welt noch ganz gross und ganz schön überfordernd. Genau darum vereinbaren wir für Welpen jeweils 1-2 Schnuppertermine, damit es für die Fellnase nicht zu viel auf einmal wird. Anschliessend laden wir nach einer erfolgreichen Rudelzusammenführung deinen Liebling dazu ein, sich unserem Rudel für einen oder auch zwei Probetage anzuschliessen. Nach ergangenem Schnuppertag besprechen wir dann mit dir, ob deine Fellnase sich bei uns wohlfühlt. 

 

4. Wie vereinbare ich einen Termin zur Rudelzusammenführung?

 

Vivi: Wenn du einen Termin zur Rudelzusammenführung vereinbaren möchtest, kannst du uns entweder telefonisch kontaktieren oder uns eine Nachricht mit ausgefülltem Formular über deiner Pfote zukommen lassen. Gerne werden wir uns mit dir in Verbindung setzen und einen Termin zum Beschnuppern organisieren. Schnuppertermine finden jeweils wochentags um 14.00 Uhr, statt.

 

5. Was passiert, wenn das Beschnuppern nicht gut verläuft? 

 

Vivi: Sollte es mal vorkommen, dass ein Beschnuppern nicht verläuft, wie geplant, müssen wir Betreuungen leider verweigern. Da wir eine offene Gruppenhaltung führen, ist es zwingend notwendig, dass sich alle Fellnasen miteinander verstehen. Denn sonst wird aus dem bunterhunden Spass ganz schnell eine unschöne Erinnerung - was weder für deine, noch für die anderen Pfoten in der Villa Bunterhund wünschenswert ist. 


Hast du noch Fragen oder möchtest einen Schnuppertermin vereinbaren? Dann ruf uns ungeniert an oder sende uns eine E-Mail - wir beraten dich gerne! 

ÖFFNUNGSZEITEN HUNDEPENSION:

Montag - Freitag 07.00 - 12.00 / 14.00 - 18.30 Uhr
Samstag 09.00 - 12.00 / 14.00 - 16.00 Uhr

ÖFFNUNgSZEITEN HUNDEBOUTIQUE:

Montag - Freitag 14.00 - 18.30 Uhr
Samstag 14.00 - 16.00 Uhr




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